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die katholische Soziallehre
Links christliche Sozialethik
DIE GRUNDWERTE DES GESELLSCHAFTLICHEN LEBENS
(Zusammenfassung)
Viertes Kapitel: Die Prinzipien der Soziallehre der Kirche (5)
Wahrheit, Freiheit, Gerechtigkeit und Liebe sind menschliche und soziale Grundwerte. Sie sind eng verbunden mit der Würde der Person und bilden die Grundlage für die Gestaltung eines guten menschlichen Zusammenlebens.
Wahrheit Nach der Wahrheit zu streben, sie zu achten und verantwortungsvoll zu bezeugen ist jedem Menschen aufgetragen. Die Würde des Menschen erfordert deshalb die Gestaltung des Zusammenlebens auf der Grundlage der Wahrheit.
Freiheit Jeder Mensch hat das Recht, als freies, verantwortliches Wesen anerkannt zu werden, weil er/sie nach dem Bilde Gottes geschaffen ist. Freiheit bedeutet, eigene Vorstellungen im religiösen, kulturellen und politischen Bereich zu entwickeln und die eigene Meinung zu äußern, über das eigene Leben zu entscheiden und Initiativen wirtschaftlicher, sozialer und politischer Art zu ergreifen. Freiheit bedarf einer Rechtsordnung, um sich in Ausrichtung auf das Gemeinwohl und in Verantwortung zu vollziehen.
Gerechtigkeit
Gerechtigkeit ist der beständige, feste Wille, Gott und dem Nächsten das zu geben, was ihnen gebührt. Gerechtigkeit achtet Würde und Rechte der Person entgegen einer einseitigen Bewertung nach Kosten oder Nützlichkeit. Um Strukturen sozialer Gerechtigkeit zu schaffen, verlangen die sozialen, politischen und ökonomischen Probleme nach weltweiten Lösungen.
Der Weg der Liebe
Die Liebe ist das oberste Kriterium der Sozialethik. Die Liebe setzt die Gerechtigkeit voraus und erfüllt sie. Liebe äußert sich in Barmherzigkeit gegenüber der konkreten Not des Nächsten. Liebe erfordert in gleicher Weise das Engagement, die Gesellschaft so zu organisieren und zu strukturieren, dass der Nächste nicht im Elend leben muss. Liebe wird so zu einer sozialen und politischen Liebe. als Antwort auf die weltweite soziale Frage.
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