die katholische Soziallehre
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EINE WELT
(Zusammenfassung)
Grundlage der Zusammengehörigkeit der Völker und Nationen bildet die Gleichheit und gleiche Würde aller Menschen. Deshalb sind alle gemeinsam für das Wohl der gesamten Menschheit verantwortlich. Wahrheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Freiheit müssen auch das Zusammenleben der Völker beherrschen, deren Beziehungen auf dem Weg von Verhandlungen und durch Recht zu regeln sind. Notwendig ist eine koordinierte Friedens- und Entwicklungspolitik, um Sicherheit und Gerechtigkeit für alle Völker zu schaffen. Dafür sind die Organisationen der Vereinten Nationen mit entsprechenden Handlungsmöglichkeiten auszustatten. Im Zeitalter der Globalisierung kann kein Land allein für sich den Wohlstand sichern. Regierungsübergreifende Strukturen müssen dazu beitragen, das Recht aller auf umfassende Entwicklung zu realisieren. Die dramatischste Form der Ungerechtigkeit ist die Armut vieler Menschen und ganzer Völker in einer reichen Welt. Das Recht der Teilhabe an den Gütern der Erde für alle Menschen zu realisieren, ist wohl die dringendste Herausforderung für die Weltgemeinschaft. Der diplomatische Dienst des Vatikans kann im Rahmen der internationalen Staatengemeinschaft durch Dialog und Verträge zwischen Kirche und Staaten zu Gerechtigkeit und Frieden beitragen.
Neuntes Kapitel: Die internationale Gemeinschaft
„Gott hat die Erde mit allem, was sie enthält, zum Nutzen aller Menschen und Völker bestimmt;(...) Darum soll der Mensch, der sich dieser Güter bedient, die äußeren Dinge, die er rechtmäßig besitzt, nicht nur als ihm persönlich zu eigen, sondern muss er sie zugleich auch als Gemeingut ansehen in dem Sinn, dass sie nicht ihm allein, sondern auch anderen von Nutzen sein können."
Gaudium et Spes 69
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